Das Land mit den drei Namen – Wie soll ich dich nennen?

Myanmar, Burma oder doch lieber Birma? Häufig führt das Nennen eines der drei gängigen Länderbezeichnungen bei Freunden und Bekannten zu großer Verwirrung. Die ältere Generation kennt nur Burma, die neue Generation, wenn sie denn von Erdkunde eine Ahnung hat, kennt nur Myanmar. Dennoch tut es nichts zur Sache, ob ihr die Republik in Südostasien als Myanmar, Birma oder Burma bezeichnen möchtet. Alle Begriffe umschreiben das Land mit den goldenen Pagoden, den goldenen Lächeln und dem goldenen Felsen, eingebettet zwischen Thailand, Laos, China und Indien.

Die offizielle Bezeichnung lautet seit dem Jahr 1989, in dem das Militärregime die Umbenennung beschlossen hat, Republik der Union Myanmar, kurz Myanmar. Davor lautete die Bezeichnung der britischen Kolonie Burma. Birma war vor allem im deutschen Sprachgebrauch beliebt und ist es auch heute noch. Das was sagt das Volk? Ich hab meinen Freund Sai aus Kengtung, das liegt im Goldenen Dreick zwischen Laos und Thailand, gefragt, als was er sich fühlt: Ist er Myanmanese, Burmese, Birmese? Mit Birmese konnte er nichts anfangen. Doch war seine Antwort klar und deutlich. „Wenn ich Curry esse, dann esse ich burmanisches Curry, wenn ich spreche, dann spreche ich die burmanische Sprache und wenn ich fühle, dann fühle ich mit einem burmanischen Herzen“. Klare Sache – das Volk lebt die alten Werte - es lebt Burma!

 

Wieso ich mich in dich verliebt habe …

Doch was ist Burma? Was kann ich mir darunter vorstellen? Was macht Burma so besonders? Gegründet im 11. Jahrhundert von König Anawratha, aufgestiegen unter den Herrschern der alten Reiche der Rhakine und der Mon, gelitten unter der britischen Kolonialherrschaft und versklavt durch die gewaltsame Militärherrschaft seit den 60. Jahren, wacht das Land allmählich aus seinem Dornröschenschlaf auf. Wacht auf nach Jahren des Terrors, der Unterdrückung. Fängt an zu leben.

Burma ist wie kein anderes Land. Burma fasziniert. Burma beeindruckt durch goldene Pagoden, goldene Felsen und das goldene Lächeln seiner Bewohner. Burma schmeckt nach scharfem Curry, Burma riecht nach offenen Kochstellen und Burma fühlt sich an wie eine Explosion aller deiner Sinne, einem aufregenden Freudenschwindel in deinem Kopf. Burma versetzt dich in eine andere Zeit. Hier kleidet man sich mit Longys, hier zeigt man seine Spiritualität bei jedem Tun und hier betet man zu Buddha. Burma ist das Land von Bagan, das Land von Mrauk U und das Land der atemberaubenden Shwedagon-Pagoda. Burma macht glücklich. Mit jedem neuen Schritt, mit jedem neuen Geruch und mit jedem neuen Blick.

Und...Burma macht verliebt, Burma macht verrückt und Burma macht Lust auf mehr. Mehr Abenteuer, mehr Begegnungen, mehr Spiritualität, mehr Glückseligkeit.

Myanmar Sehenswürdigkeiten: Tausend strahlende Pagoden …

Wenn ich an Myanmar denke, denke ich nicht an die Tempel von Bagan. Ich denke nicht an die verzierten Buddhas, ich denke nicht an ihre jahrhundertealten Malereien und ich denke nicht an die traumhaften Sonnenuntergänge über den Pagoden. Wenn ich an Myanmar denke, denke ich nicht an den Inle Lake. Ich denke nicht an die Fischer, die auf einen Bein rudern, denke nicht an die schwimmenden Gärten und ich denke nicht an das Knattern der Motorboote zum Sonnenaufgang.

Wenn ich an Myanmar denke, denke ich auch nicht an den Goldenen Felsen in Kyaikhto, der von einem Buddhahaar gehalten wird und ich denke nicht an die abenteuerliche Fahrt im Pick-Up hinauf den sagenumwobenen Berg. Ich denke nicht an die goldene Shwedagon-Pagode in der alten Hauptstadt Yangon und nicht an den Glanz und das Gold der unzähligen Stupas. Ich denke nicht an den Strand von Ngwe Saung mit seinen Palmen, Kokosnussverkäufern, Fischerdörfern und die Wasserbüffel, die am Strand entlang getrieben werden. Ich denke nicht an das alte Rhakine-Königreich weit an der Grenze zu Bangladesch, nicht an die alten Tempel von Mrauk U und nicht an die abenteuerliche Fahrt mit Bus und Fähre dahin. Wenn ich an Myanmar denke, denke ich auch nicht an Mönche, die bei Sonnenuntergang über die U-Bein Brücke in Mandalay spazieren, der längsten Teakholzbrücke der Welt und ich denke nicht an die alten und unerforschten Höhlen in Hpa-An mit ihren Affen und Fledermäusen, die dir mit ihren 10.000 eingravierten Buddhas in den Wänden ganz sicher den Atem rauben werden.

Tausend strahlende Gesichter

Wenn ich an Myanmar denke, denke ich an die Menschen. Ich denke an Männer und Frauen in Longis, an bethelnuss-kauende Menschen mit roten Zähnen, an tausend strahlende Lächeln und tausend freundliche Mingalabas.

Ich denke an Sai, der mit mir drei Tage durch die Berge im goldenen Dreieck gewandert ist und mir die Sitten und Kulturen der Bergvölker erklärt hat. Ich denke an die nette Familie, dir mich mit Kokosnüssen versorgt hat, als mein Boot im Myeik-Archipel auf Grund gelaufen ist und ich ohne Essen und Trinken sechs Stunden auf ihrer Insel festsaß und auf die Flut warten musste. Ich denke an die alte Frau im Pick-Up auf dem Weg vom goldenen Felsen nach Hpa-An, die unbedingt meine weiße Haut anfassen und meine goldigen Haare berühren wollte. Ich denke an das Zugabteil voll mit freundlichen Burmanen, die mich auf meiner Reise von Mawlamyine nach Dawei mit Essen vollgestopft haben. Ich denke an meinen Besuch im Waisenhaus in Kawthoung, das von buddhistischen Mönchen geleitet und von Schwester Maria aus Indien unterstützt wird, und die vielen glücklichen und gut genährten Kinder. Und wenn ich an Burma denke, denke ich an den Vater und seine kleine Familie, die vor der goldenen Shwedagon Pagode in Bagan im Dreck wohnen und mir gesagt hat, er wird auf Ewigkeit meine Freundlichkeit erinnern.

Komm mit in mein Myanmar, mein Burma, mein Lieblingsreiseland und lass dich verzaubern.

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